Hagenburg hat 4.547 Einwohner (Stand 30.09.2011) und eine Fläche von 16,24 qkm. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Hagenburg und Altenhagen. Der Ort nimmt Aufgaben der flächendeckenden Grundversorgung der Bevölkerung in sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht wahr. Darüber hinaus ist dem Flecken die besondere Entwicklungsaufgabe WOHNEN UND ERHOLUNG zugewiesen. Er liegt im Gebiet des Naturparks Steinhuder Meer.

In den letzten Jahren entstand in Hagenburg ein neuer Ortskern. So finden sich SchulzentrumSportanlagen,Medizinisches Zentrum, Cord-Bothe-Platz und der Kindergarten "Indianerdorf" zentral im Ortskern und doch auch im Grünen. Ein weiterer Kindergarten befindet sich im Baugebiet "Kirchweg". Aber auch über den Ortskern hinaus entstanden weitere Baugebiete für Wohn- und Gewerbeflächen.

Hagenburg, in schöner Lage am Steinhuder Meer ohne dem direkten Massen- und Tagestourismus und seinen Begleiterscheinungen ausgeliefert zu sein, hat ruhe- und erholungssuchenden Gästen wirklich viel zu bieten. Freizeitaktivitäten: Schwimmen, Segeln, Wandern, Angeln, Tennis, Squash, Radwandern, Reiten, Schießen, dazu für die Erholung und Regenerierung ein ausgezeichnetes Klima. Hier im Naturpark Steinhuder Meer finden Sie Entspannung und Übernachtungsmöglichkeiten. Hagenburg und seine reizvolle Umgebung stellt sich Ihnen auf den nächsten Seiten näher dar. 

 


 

Die Geschichte Hagenburgs


Die ältesten erdgeschichtlichen Zeugen unserer Landschaft sind die Findlinge, die vor ca. 200000 Jahren durch die Gletscher der Eiszeit aus Skandinavien hierher transportiert und zurückgelassen wurden. In der Steinzeit war unsere Heimat schon besiedelt; Funde von Feuersteinen am Nordufer in Mardorf, in Steinhude und im Altenhäger Feld beweisen es.

Nach Bronze- und Eisenzeit, die Römer versuchten vergeblich zum Steinhuder Meer vorzudringen, wie Tacitus in seinem Bericht einer Schlacht 16 n. Chr. schildert, Besiedlung durch die Sachsen und Christianisierung, wurde Hagenburg als "hagenborch" im Jahre 1378 erstmals urkundlich erwähnt. Die Schaumburger Grafen gründeten zwischen Bückebergen und Steinhuder Meer eine ganze Anzahl von Ortschaften, deren Schutz teilweise Hagenburg übernahm. Der Ort wurde durch Privilegien und Rechte wirtschaftlich gestärkt. Im Jahre 1555 erhielten die Hagenburger die Braurechte. Vier Jahre später führte Graf Otto der IV. die Reformation durch.

Im 30-jährigen Krieg forderte der katholische Oberbefehlshaber, General Tilly, hohe Kontributionen und raubte Hagenburg und Altenhagen (Altenhagen ist 150 Jahre älter und heute ein Ortsteil von Hagenburg) zweimal völlig aus.

Die Flucht ins Moor war oft die letzte Rettung für die Menschen, die noch nach dem Krieg von der Pest heimgesucht und dezimiert wurden. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts bis zur Einführung der Eisenbahn bestand in Hagenburg eine feste Poststation, in der als durchreisende Gäste Peter der Große von Rußland (1717), König Georg I. von Großbritannien und Hannover (1719), Friedrich Wilhelm von Preußen (Soldatenkönig 1720), König Friedrich II. (1768) und König Gustav von Schweden (1771) halt machten. Im Jahre 1860 hob man die Poststation auf, die sich auf dem Gelände des ev.-luth. Pfarramts befand. Die auffällige Kirche wurde von Mai 1868 bis September 1871 gebaut. Die Pläne fertigte der bekannte Baumeister Hase, der sich im Land um Hannover besonders um die Backsteingotik verdient gemacht hat. 1992 bis 1995 mußte der rund 50 m hohe Turm mit alten, besonders gebrannten Formziegeln erneuert werden.

Im Jahre 1970 wurden die bis dahin selbstständigen Orte Hagenburg und Altenhagen zusammengelegt und sind seit der Gebiets- und Verwaltungsreform in Niedersachsen 1974 als Flecken Hagenburg Mitglied der Samtgemeinde Sachsenhagen im Landkreis Schaumburg.

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