Alte Schule

Drangvolle Enge

Bis 1833 gingen die Kinder aus den beiden Orten Hagenburg und Altenhagen in Altenhagen schräg hinter dem Pfarrhaus zur Schule. Lange Zeit fungierte der Kantor als Organist, Küster und auch Lehrer. Doch die räumlichen Verhältnisse waren schlicht unzumutbar. 1831 unterrichtete ein Lehrer in einem rund 40 Quadratmeter messenden Klassenraum mit vier Tischen 212 Kinder - davon 140 morgens und 72 nachmittags. Für den Lehrer verblieben vor den Schülern 47 Zentimeter Platz.

Weißes Fachwerkgebäude schafft Abhilfe

Aufgrund dieser Situation entstand nahe der Gemarkungsgrenze zwischen Hagenburg und Altenhagen, ein neues, weißes Fachwerkgebäude. Doch die Orte wuchsen weiter: 1902 musste in Richtung Kirche noch ein weiterer Flügel angebaut werden. Hinter der Schule blieb auf einer Freifläche Platz zum Turnunterricht. Auch die Schützengesellschaft Hagenburg-Altenhagen nutzte das Areal, um während des Schützenfestes dort anzutreten. Bis in die 1950er Jahre des vergangenen Jahrhunderts diente der Fachwerkbau als Schule und ist 1962 abgerissen worden.

Schulerweiterung geplant

Pläne für eine repräsentativ anmutenden Neubau sind nicht realisiert worden. Statt dessen entstand in den 1950er Jahren ein Schul-Zweckbau, dem später kam auch noch ein Realschulzweig hinzugefügt wurde. Im Vorgriff auf eine bevorstehende Gebietsreform schlossen sich nicht nur die Gemeinden Hagenburg und Altenhagen 1970 zum Flecken Hagenburg zusammen. Auch ein Schulzweckverband mit der Gemeinde Steinhude sollte im Zuge des als sicher geltenden Zusammengehens die Schulstrukturen neu organisieren. Es entstand das Schulzentrum Steinhude. Die Gemeinde Hagenburg gab ihren Realschulzweig nach Steinhude ab. Im Gebäude an der Steinhuder-Meer-Straße ist die Wilhelm-Bock-Grundschule verblieben.

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