Schloss Hagenburg

Schloss Hagenburg

Ein Schloss auf moorigem Grund nahe am Wasser. Das hatte für die Erbauer Vor- und Nachteile zugleich: Während Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe von hier aus den Bau des Wilhelmsteins überwachen konnte und seine Nachfahren das Haus als Sommersitz nutzten, waren stets große Anstrengungen nötig, um das auf Eichenpfählen stehende, später zweiflügelig ausgebaute Gebäude zu erhalten.

Sommersitz der Schaumburg-Lipper

Die „hagenborch“ ist 1378 erstmals als Schutz für die Hagenhufensiedlungen am Steinhuder Meer urkundlich erwähnt worden. Sie wurde ursprünglich von den Grafen von Rohden als Grenzsicherung erbaut und fiel später an die Schaumburger Grafen. Die Burg diente als Verwaltungssitz und ist vom 14. Jahrhundert an oft verpfändet gewesen. Die doppelgeschossige, winkelförmige

zweiflügelige Anlage stammt in ihrem heutigen Erscheinungsbild aus dem 17. Jahrhundert. Die Grafen- und Fürstenfamilie Schaumburg-Lippe nutzte ihr Schloss Hagenburg zeitweise als Sommersitz. Der moorige Untergrund machte immer wieder aufwändige Reparaturen notwendig, um die Gebäude zu erhalten. Das Schloss ist im Jahr 2005 aus der Familienhand verkauft worden. Heute befi ndet sich ein privates Kunst- und Auktionshaus in den Räumen.

Lebensmittelpunkt in Hagenburg

Einigen Mitgliedern der Familie zu Schaumburg-Lippe diente das Schloss als Dauerwohnsitz. So zog Wolrad zu Schaumburg-Lippe auch als „Chef des Hauses“ nach dem Flugzeugabsturz seines älteren Bruders Adolf II. im Jahr 1936 nicht ins Bückeburger Schloss, sondern verfügte dort nur über eine Dienstwohnung. Gemeinsam mit seiner Frau Bathildis behielt er seinen Lebensmittelpunkt in Hagenburg.

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