St.-Nicolai-Kirche

„Backstein-Hase“

Mit dem Bau einer neuen, großen Kirche konnte erst 1869 begonnen werden, nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen um den richtigen Standort. Die nicht unwesentliche finanzielle Unterstützung des Schaumburg-Lippischen Fürstenhauses ermöglichte es, den hannoverschen Kirchenbaumeister Conrad Wilhelm Hase („Backstein-Hase“) für den Bau zu engagieren.

Namen nach 125 Jahren

Hase erfüllte den Auftrag, eine „weithin sichtbare“ mächtige Kirche „in bislang vollständig freiem Felde“ zu bauen. Bei einer Grundsanierung zu Beginn der 1960er Jahre wurden die Seitengauben auf dem Dach entfernt worden. Der freitragende Turm und das Kirchenschiff sind in den 1990er Jahren saniert worden. Zum 125-jährigen Bestehen im Jahr 1996 hat das Gotteshaus den Namen ihrer Vorgängerin „St.-Nicolai-Kirche“ bekommen. Weitere Informationen über das bedeutende Gebäude der Backsteingotik sind zu den Öffnungszeiten im Gemeindebüro
(gegenüber) oder auch im Internet unter www.kirche-hagenburg.de zu erhalten.

Posthalterei und Pferdewechsel

Für den Bau der Kirche und der Pfarre musste auf der nördlichen Straßenseite der Freihof Engelke (vorher Hugo) Platz machen. Sein Besitzer war 1867 Konkurs gegangen und über Nacht nach Amerika geflohen. Die Tradition der Posthalterei in Hagenburg (1688-1860), die dem Ort eine gewisse Bedeutung verlieh, hatte kurz zuvor geendet. Als Reisende auf der Ost-West-Verbindung (Berlin-)Hannover-Leese-Bohmte-Diepenau-Osnabrück machten unter anderem Friedrich I. von Preußen und der russische Zar Peter der Große Halt im Ort.

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