Fürstin Juliane

Ein Wald mit Geschichten

Eine Feldziegelei, ein Eiskeller und ein Brunnen. Dieser Wald, durch den auch die Trasse der Steinhuder-Meer-Bahn führte, birgt viel Hagenburger Geschichte(n). Bei der „Haakeschen Ziegelei“ handelte es sich um eine Feldziegelei, in der in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts handgeformte Ziegel in freier Luft gebrannt worden. 1864 stellte Haake bei Fürstlichen Landratsamt die Genehmigung für den Bau eines Ofens. 1866 bekam er die Genehmigung für den Betrieb. Baumeister Conrad Wilhelm Hase bezog die Ziegel und wohl auch die Formziegel für den Bau der Kirche in Altenhagen (1869-71) aus der Feldziegelei.

Eisgekühlt aus dem Wald

Mit Eis aus dem Ziegeleiteich ist der benachbarte Eiskeller bestückt worden, um das Bier der örtlichen Gastwirte zu kühlen. Beim sagenumwobenen Eiskeller handelt es sich um ein quadratisches Erdloch, das im Sommer mit Erde und Laub abgedeckt wurde, um das Eis vor wärmerer Luft zu schützen.

Lange Leitung zum Schloss

Das chronisch schlechte Trinkwasser im Bereich des Hagenburger Schlosses veranlasste die Fürstin Juliane, Pläne für eine Versorgung aus einem Brunnen im Wald entwickeln zu lassen. Die hölzernen Hohlleitungen waren bereits hergestellt, aber noch nicht installiert, als der Tod der Herrscherin das Vorhaben scheitern ließ. Doch den Brunnen nutzten die Schlossbewohner trotzdem und ließen das Wasser per Pferd und Wagen und Fass aus dem Wald holen.

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