Friedhof

Zentrum des Hagenhufendorfes verschwunden

Sie sind - fast - spurlos verschwunden, die alte Kirche St. Nicolai und der Rundfriedhof, die einst so etwas wie das Zentrum des Hagenhufendorfes Altenhagen bildeten. Die Pfarre, der spätere „Lindenhof“ (heute Dionysos) und in der Nachbarschaft die erste Schule Altenhagens ergänzten das Ensemble auf der anderen Seite des Weges (heute Bundesstraße 441). Später entstand dicht neben der Auffahrt zum Friedhof auch noch der größere Laden des Ortes.

Kirche blieb nicht im Dorf

Allerdings ist das kleine Gotteshaus, in das die Einwohner von Altenhagen, Hagenburg und bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts auch Mesmerode gingen, nicht im Dorf geblieben. Lange als zu eng und auch baufällig empfunden, wurde das Gebäude samt Turm schließlich 1873 abgerissen. Der Schutt ist dazu verwendet worden, die Landstraße nach Steinhude auszubauen. Ob die Kirche noch einen hölzernen Vorgängerbau gehabt hat, ist unklar. Erbaut worden sein soll sie um 1250, die Namen von einigen Pfarrern und Kirchenherren sind überliefert. Auch eine Skizze ist erhalten geblieben. Aus der alten Nicolai -Kirche wurden die Glocken, die Turmuhr, ein Kronleuchter und die Altarleuchter übernommen. Auch die Oblatendose von 1693 wurde weiter genutzt.

Der Rundfriedhof

Verschwunden ist auch der alte Begräbnisplatz. Die St.-Nicolai-Kirche ist von einem Rundfriedhof umgeben, gewesen, der seit 1556 mit einer kreisrunden, bis zu 1,50 Meter hohen Mauer eingefasst war. Ein Teil der alten Böschung ist an dieser Stelle noch vorhanden. In den 1970er Jahren ist der Friedhof aufgelöst und eingeebnet worden. Ein großer Teil der Erde ist zum Auffüllen des Sportplatzes an der Steinbuder-Meer-Straße benutzt worden.

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