Holzkolonie

Gründung des Grafen Wilhelm

„Dicht am Rand des Hagenburger Holzes stehen vier Häuser“, schrieb der Chronist Heinrich Wulf im Jahr 1990, „die bis vor 60 Jahren eine Viertelstunde von Hagenburg entfernt standen. Heute hat sich der Flecken aber so weit ausgedehnt, dass es zwischen den Häusern am Waldrand und dem Flecken kaum noch einen Bauplatz gibt. Die vier Häuser am Waldesrand werden als Hagenburger Holzkolonie genannt und sind eine Gründung des Grafen Wilhelm“.

Handwerkersiedlung

Gegründet 1768 von Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe als Handwerkersiedlung für wohlverdiente Soldaten und Tagelöhner. Die Hausstätten und zwei Morgen Rottland bekamen die Kolonisten vom Grafen geschenkt. „Daneben“, berichtet Wulf, „erhielten die Kolonisten im ersten Jahr freies Saatgut. An Abgaben zahlten die Neusiedler nur jährlich einen Taler Dienstgeld, ein Rauchhuhn oder zwei Mariengroschen und für ihr Land zwei Groschen Rottzins.

Geschenke an verdiente Soldaten

Das Haus Nr. 1 ging 1872 von der Forstverwaltung in Privatbesitz über und wird seit der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg als Gaststätte genutzt. Kolonie Nr. 5: ehemals Hofstätte Nr. 2 wurde 1772 an den Grenadier Mielke übergeben. Seit 1796 ist die ehemalige Brinksitzerstätte in Familienbesitz. 1960 wurde das alte Gebäude abgetragen und ein neues auf den alten Fundamenten errichtet. Das Haus Nr. 3 bezog ursprünglich der Unteroffizier und Feuerwerker Ferdinand Queri, Als Geschenk an seinen portugiesischen Leutnant Joao Martins übergab Graf Wilhelm 1774 das vierte Haus. Der Schaumburg-Lippische Graf wurde auch Taufpate des ersten Sohnes.

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