Schacht "Weser"

Kein Alleingang beim „weißen Gold“

Der Bergwerksunternehmer Emil Sauer unternahm als Mehrheitsanteilseigner der Gewerkschaft „Germania“ im Übergang zum 20. Jahrhundert gemeinsam mit dem Schaumburg-Lippischen Fürstenhaus einen Versuch, in Altenhagen ein abbauwürdiges Kalivorkommen zu erschließen. Doch diese Hoffnung auf das „weiße Gold“ währte nur ein knappes Jahrzehnt. Das Salz in rund 500 Meter Tiefe hatte eine zu schlechte Qualität. Im Zuge einer Kapitalerhöhung erwarben die benachbarten und bis dahin konkurrierenden Alkaliwerke „Sigmundshall“ in Bokeloh 1907 den Löwenanteil der Aktien und durchstießen die Sicherheitspfeiler zwischen den beiden Bergwerken zur besseren „Bewetterung“ (Belüftung) der Grube. Die Schachtanlage wird seither als Wetterschacht und auch als zusätzlicher Ausstieg genutzt. 1949 wurde das hölzerne Gerüst aus dem Jahr 1909 durch eine Stahlkonstruktion ersetzt.

Bergbaumuseum

Die spannende und eindrucksvolle Geschichte des Kali- und Salzbergbaus auf der „Steinhuder-Meer-Linie“ sowie auch der Steinkohlenbergbau der Region ist im Bergwerksmuseum (Schachtstraße 9) dokumentiert. Das Museum ist im ehemaligen Pförtnerhaus und angrenzendem Materialschuppen untergebracht. Ehemalige Bergleute führen durch eine umfangreiche Ausstellung von Originalgeräten, Mineralien, Plänen und Fotodokumenten. Im Museum sind Förderstrecken aus dem Kali- und Steinkohlenbergbau nachgebildet. Die Öffnungszeiten des Museums erfahren Sie telefonisch bei der Gemeinde Hagenburg oder können Sie von der Internetseite www.fleckentour.de abrufen.

Luftschacht und zusätzlicher Ausstieg

Der Förderturm auf dem Gelände des Schachtes „Weser“ gehört zum Werk „Sigmundshall“in Bokeloh der K+S Kali GmbH oder auf der Tafel 12.

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